Tag der Menschenrechte – Filmvorstellung „Kein Land für Niemand“
Am 10. Dezember wird weltweit der Tag der Menschenrechte begangen, ein Datum, das an die Verabschiedung der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte durch die Vereinten Nationen im Jahr 1948 erinnert. Diese Erklärung legt grundlegende Rechte fest, die jedem Menschen zustehen, unabhängig von Herkunft, Religion oder sozialem Status. Dazu gehört auch Artikel 14, der das Recht auf Asyl garantiert:
„Jeder Mensch hat das Recht, in anderen Ländern vor Verfolgung Asyl zu suchen und zu genießen.“
Gerade dieses Grundrecht steht heute zunehmend unter Druck. Vor diesem Hintergrund besuchten Lernende der gymnasialen Oberstufe der bertha am 10. Dezember die Filmvorstellung „Kein Land für Niemand – Abschottung eines Einwanderungslandes“ im Lichtspielhaus Groß-Gerau. Begleitet wurden sie von den Lehrkräften Frau Theis, Herr Friedrich und Frau Bouhmara.
Die Veranstaltung wurde mit einem Grußwort von Landrat Thomas Will eröffnet, der die Bedeutung der Menschenrechte und die Verantwortung, sie zu schützen, eindrucksvoll hervorhob.
Der Film selbst beleuchtet die migrationspolitische Wende in Deutschland: weg vom Schutz Geflüchteter hin zu Abschottung und Abschreckung. Eindrückliche Gespräche mit Seenotretterinnen und Seenotrettern, Überlebenden und Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern machten deutlich, wie existenziell der Einsatz für Menschenrechte bleibt.
Die Lernenden waren sichtlich bewegt. In der anschließenden Diskussion mit dem Regisseur und der Projektleitung des Jugendbildungswerk Kreis Groß-Gerau entwickelte sich ein intensiver Austausch, der weit über die Inhalte des Films hinausging. Die Gespräche mündeten in eine Auseinandersetzung mit der aktuellen politischen Lage, insbesondere dem spürbaren Rechtsruck in unserer Gesellschaft, aber auch weltweit. Dabei wurde deutlich, wie sehr die Themen Migration, Menschenrechte und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verknüpft sind.
Eine Schülerin stellte am Ende die Frage:
„Was können wir tun? Wie können wir aufklären?“
Wodurch sich zeigte, dass die Auseinandersetzung nicht beim Film endete, sondern den Wunsch nach aktivem Handeln und Engagement bei den Lernenden der Oberstufe weckte.




